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Ohne Strom, aber nicht ohne Hoffnung

  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
bewegender Brief von Vasyl Savka aus der Ukraine

Bild: KOLPING INTERNATIONAL
Bild: KOLPING INTERNATIONAL

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,


zuerst möchte ich Euch von Herzen danken! Eure Solidarität, Eure Spenden und Eure Verbundenheit geben den Menschen hier in der Ukraine Kraft und Hoffnung! Und auch uns, die wir Eure Hilfe weitergeben, gebt Ihr Kraft und Zuversicht. Gerade jetzt, nach so vielen Monaten des Krieges, ist es nicht selbstverständlich, dass Ihr weiterhin an uns denkt und uns begleitet.


Der Winter stellt die Menschen weiterhin vor große Herausforderungen. Die Angriffe auf die Energie- und Wasserversorgung dauern an, an vielen Orten gibt es täglich lange Stromausfälle. Ohne Strom fehlen oft auch Heizung und Wasser. Besonders für ältere Menschen, Familien mit Kindern und für Menschen mit Behinderungen ist diese Situation extrem belastend.

Schon jetzt sind wir täglich 17 bis 20 Stunden ohne Strom – selbst hier in Czernowitz im Westen des Landes, einer Stadt, die bisher als vergleichsweise sicher galt.

Gleichzeitig leisten wir weiterhin konkrete Hilfe: Wir organisieren Hilfstransporte mit dringend benötigten Gütern wie Generatoren, Heizgeräten, warmen Decken, Lebensmitteln und Medikamenten. Vor Ort unterstützen wir Familien, Binnengeflüchtete und besonders vulnerable Menschen auch psychosozial. Mit jedem weiteren Kriegsmonat nehmen die seelischen Belastungen zu.


Dank Eurer Spenden konnten wir erst am 16. und 17. Januar 2026 zwei Hilfstransporte in die Region Mykolajiw organisieren. Für diese Einsätze waren wir rund 1.600 Kilometer und insgesamt mehr als 24 Stunden unterwegs. In zwei abgelegene Dörfer, die bisher kaum oder gar keine humanitäre Hilfe erhalten, konnten wir rund fünf Tonnen Lebensmittel, Hygieneartikel, Notstromaggregate und Feldöfen bringen.Die Situation der Menschen dort ist äußerst schwierig. Viele leben unter schlimmen Bedingungen, oft ohne Strom- oder Wasserversorgung. Gleichzeitig haben uns die Menschen mit großer Würde, Offenheit und Dankbarkeit empfangen. Trotz aller Entbehrungen versuchen sie, ihren Alltag zu bewältigen.


Auch die Zahl der Geflüchteten steigt erneut. Bei uns kommen zurzeit wieder mehr Menschen an, vor allem aus Kiew, Charkiv und anderen stark betroffenen Regionen.

Viele sind schon mehrfach geflohen, sie sind erschöpft und traumatisiert und stehen vor dem Nichts.

Sie brauchen nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Begleitung, Orientierung und menschliche Zuwendung.


Leider sehen wir in Bezug auf ein Ende des Krieges noch kein Licht am Ende des Tunnels. Und der Winter ist härter, die Stromausfälle sind intensiver. Deshalb möchte ich Euch, liebe Kolpinggeschwister, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, bitten, uns auch weiterhin zur Seite zu stehen.

Eure Spenden ermöglichen es uns, schnell und flexibel zu helfen, wo die Not am größten ist und wo sonst kaum Hilfe ankommt.

Wir können damit Menschen mit dem Nötigsten versorgen: mit Wärme, Strom und Lebensmitteln und der Gewissheit, nicht vergessen zu sein.Jede Unterstützung hilft beim Überleben. Wir können damit die Hilfstransporte aufrechterhalten, Familien durch den Winter begleiten und den Menschen in dieser schweren Zeit Hoffnung geben. Am dringendsten werden Notstromaggregate, Konserven, Süßigkeiten für die Kinder, Verbandsmaterial, und Powerbanks gebraucht.


Von Herzen danke ich Euch für Euer Vertrauen, Eure Treue und Eure Menschlichkeit. Ohne Euch wäre diese Hilfe nicht möglich!


Mit herzlichen Grüßen aus der Ukraine

im Namen des ganzen Teams von Kolping Ukraine


Euer

Vasyl Savka




Hier gehts zum Spendenkonto von Kolping Schweiz (Vermerk: Ukraine) und hier zur direkten Spendenmöglichkeit bei KOLPING INTERNATIONAL.

 
 

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